Liebe ehemalige Kolleginnen und Kollegen der Volksfürsorge,
wir von KeineSorge.ORG bleiben dran und kämpfen weiter gemeinsam für unser Recht und unsere Würde. Damit wir in diesem Kampf stark bleiben, uns gegenseitig unterstützen und nicht zuletzt auch die Gemeinschaft pflegen können, laden wir Sie herzlich ein, sich mit uns zu vernetzen.
Sie erreichen uns auf vielen Wegen – suchen Sie sich einfach den aus, der Ihnen am liebsten ist:
Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir lassen nicht zu, dass man unsere Rechte einfach aussitzt – gemeinsam haben wir den längeren Atem!
Wir freuen uns sehr auf Sie!
Klaus-Peter Kussmann & Team
Initiative KeineSorge.ORG
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Aktueller Stand: 20. April 2026
Es begann mit einem Versprechen, das Generationen von Arbeitnehmern Sicherheit für den Lebensabend geben sollte. Doch die Betriebsrente der ehemaligen Volksfürsorge verwandelte sich in einen der weitreichendsten arbeitsrechtlichen Konflikte Deutschlands. Nachdem die Verträge durch Übernahmen in die Hände der Generali-Gruppe fielen, wurden den rund 5.000 Betriebsrentnern die gesetzlich gebotenen Rentenanpassungen verwehrt und rechtswidrig auf magere 0,5 Prozent gedeckelt. Zwar sprach das Bundesarbeitsgericht (BAG) in wegweisenden Urteilen Machtworte gegen diese Praxis, doch der Kampf ist damit nicht beendet. Heute, da die Verträge im sogenannten „Run-off“ von der Proxalto Lebensversicherung AG verwaltet werden, fordert das System von jedem einzelnen Betroffenen Mut und Eigeninitiative, um die drohende Verjährungsfalle zu umschiffen.
Um diese Geschichte zu verstehen, müssen wir einen Blick auf das Fundament werfen, das 1912 und 1913 von Gewerkschaftern als gemeinwirtschaftliches Projekt gegossen wurde. Die Spielregeln für die Rentner hängen stark davon ab, wann sie Teil dieses Systems wurden:
1. Der Rentenskandal und das Sparkalkül In den Jahren 2015 und 2016 brummte die Wirtschaft. Die gesetzlichen Renten stiegen spürbar um 2,1 und dann sogar um 4,25 Prozent. Die Betriebsrentner der Volksfürsorge erwarteten den vertraglich zugesicherten Gleichschritt. Stattdessen deckelte die Generali die Erhöhung pauschal auf 0,5 Prozent – angeblich aus wirtschaftlicher „Nicht-Vertretbarkeit“. Die bittere Wahrheit hinter den Kulissen: Der Konzern sparte durch diesen Schnitt 17,9 Millionen Euro bei den Pensionären ein, während er im selben Jahr Milliardenumsätze und 236 Millionen Euro Jahresüberschuss feierte. Es war ein reines Gewinnkalkül auf dem Rücken der Ältesten.
2. Das Schutzschild der Justiz Die Betriebsrentner ließen sich nicht beugen. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) riss das Argument des Konzerns in Stücke und erklärte die Deckelung für vollumfänglich rechtsunwirksam. Die Richter stellten klar: Ein Unternehmen darf nicht einfach Rosinenpickerei betreiben und Teile der Rente isoliert anpassen. Selbst wenn Klauseln existieren, muss der Konzern das Interesse der Rentner am Inflationsausgleich fair abwägen – das reine Streben nach noch mehr Profit reicht dafür nicht aus.
3. Der doppelte Zugriff des Staates Neben dem Kampf gegen den Konzern wartet ein weiterer stummer Teilhaber auf die Rentner: der Staat. In der Auszahlungsphase sind die Betriebsrenten voll einkommensteuerpflichtig. Schlimmer noch trifft viele die Doppelverbeitragung durch das GKV-Modernisierungsgesetz: Obwohl das Geld aus bereits verbeitragtem Lohn angespart wurde, greifen Kranken- und Pflegekassen erneut zu. Während es bei der Krankenversicherung zumindest einen Freibetrag gibt, kennt die Pflegeversicherung kein Pardon: Wird die Freigrenze auch nur um einen Cent überschritten, wird die gesamte Rente abgabepflichtig.
Hinter diesen Paragrafen stehen echte Menschen und drastische Schicksale. Drei Szenarien zeigen, wo die größten Gefahren lauern:
Wer sich gegen Konzerne und starre Regeln wehren will, braucht Verbündete.
In der Hitze des Gefechts entstehen fatale Irrtümer:
Lassen Sie sich nicht entmutigen. Die Schritte zu Ihrem Recht sind klar vorgezeichnet:
Die Geschichte der Volksfürsorge-Betriebsrente ist noch nicht zu Ende geschrieben. Die finanzielle Substanz ist sicher – dafür sorgen die Aufsicht der BaFin und der starke Insolvenzschutz des PSVaG. Doch dieses rettende Netz fängt nur jene auf, die den Sprung wagen. Die Verweigerungshaltung der Konzernnachfolger und die unerbittlich tickende Uhr der Verjährung zwingen jeden Einzelnen zum Handeln. Wer seine Verträge versteht, Fristen nicht verstreichen lässt und sich in der Gemeinschaft stark macht, wird am Ende belohnt. Nur wer den Mut aufbringt, selbst für sein Recht einzustehen, sichert sich das, was ihm für den Lebensabend zweifelsfrei zusteht.