BAG-Urteile & Rentenanpassung

Aktueller Stand: 3. April 2026

Alles zu den BAG-Urteilen (3 AZR 402/17 & 333/17) zur Volksfürsorge Betriebsrente. Ihr Recht auf Rentenanpassung bei VO85, BVW, Generali Deutschland AG, Proxalto Lebensversicherung AG, PLE Pensions GmbH.

Volksfürsorge Betriebsrente

Sieg im Rentenstreit

Für rund 5.000 ehemalige Mitarbeiter der Volksfürsorge wurde es zu einer existenziellen Frage, als die Generali Deutschland AG plötzlich entschied, ihre vertraglich zugesicherten Betriebsrenten mit einer pauschalen Deckelung von lediglich 0,5 % abzuspeisen. Doch die Betroffenen ließen sich nicht entmutigen. Sie schlossen sich über die Selbsthilfe-Plattform KeineSorge.ORG zusammen und fanden in Rechtsanwalt Christoph Welscher den perfekten juristischen Partner.

Als Fachanwalt für Arbeitsrecht und Gründungspartner der Hamburger Arbeitsrechtskanzlei Cremon übernahm Welscher eine entscheidende Rolle in diesem massiven Rentenkonflikt. Mit tiefgreifender Expertise in den Bereichen der betrieblichen Altersversorgung, des Betriebsverfassungsrechts und des Tarifrechts organisierte er die juristische Vertretung in einem beispiellosen Massenverfahren gegen den Versicherungskonzern.

Sein unermüdlicher Einsatz gipfelte in wegweisenden Grundsatzentscheidungen vor dem Bundesarbeitsgericht (BAG). Der 3. Senat des BAG erklärte die pauschalen Rentenkürzungen der Generali für vollumfänglich rechtsunwirksam. Welscher erstritt damit nicht nur finanzielle Gerechtigkeit, sondern sicherte den tausenden Mandanten ihre rechtmäßigen Rentennachzahlungen mitsamt Verzugszinsen. Dieser Triumph beweist eindrucksvoll: Wer sich wehrt und auf hochkarätige juristische Unterstützung setzt, kann selbst gegen Großkonzerne gewinnen.

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Christoph Welscher stoppt Rentenkürzungen der Generali vor dem BAG und sichert tausenden Rentnern Rückzahlungen
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Rechtliche Meilensteine

Ein wegweisendes Urteil stärkt die Rechte von Betriebsrentnern massiv. Mit der Grundsatzentscheidung vom 25. September 2018 (Az. 3 AZR 333/17) hat der Dritte Senat des Bundesarbeitsgerichts (BAG) der willkürlichen Anpassungspraxis der Generali Deutschland Lebensversicherung AG einen klaren Riegel vorgeschoben.

Worum ging es in dem Verfahren? Die Generali hatte versucht, die Betriebsrenten lediglich durch eine pauschale Anhebung von 0,5 Prozent anzupassen, anstatt die reguläre Entwicklung zu gewähren. Dabei berief sich der Versicherungskonzern auf einen internen Anpassungsvorbehalt und hob die sogenannte Pensionsergänzung isoliert an. Das BAG entschied jedoch, dass diese einseitige Anpassungsentscheidung vollumfänglich rechtsunwirksam ist. Die Richter stellten unmissverständlich klar, dass eine solche isolierte Anpassung innerhalb eines bestehenden Gesamtversorgungssystems unzulässig von der zugesagten Gesamtrentenfortschreibung abweicht. Zudem verletzt ein solches Vorgehen zwingende Mitbestimmungsrechte bei den Entlohnungsgrundsätzen gemäß § 87 Abs. 1 Nr. 10 BetrVG.

Für die betroffenen Rentner bedeutet dieses Urteil nicht nur juristische Genugtuung, sondern auch handfeste finanzielle Entschädigung: Die Generali muss die einbehaltenen Beträge nachzahlen, zuzüglich Zinsen ab dem 26. September 2018. Dieser Beschluss sichert die tariflichen Rechte der Pensionäre langfristig ab und verhindert eine fehlerhafte Unterlaufung des § 16 BetrAVG.

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BAG-Grundsatzurteile sichern die Volksfürsorge-Betriebsrente: Schutz der Rentenanpassung und strenge Billigkeitskontrolle
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Die Vernetzung der Betriebsrentner

Wenn es um die Durchsetzung der eigenen Rechte geht, ist Zusammenhalt das wichtigste und wirkungsvollste Werkzeug der Betroffenen. Um strategisch zu verhindern, dass gegnerische Parteien berechtigte Forderungen einfach "aussitzen", haben sich betroffene ehemalige Mitarbeiter erfolgreich unter dem Dach von KeineSorge.ORG zusammengeschlossen. Diese Initiative beweist eindrucksvoll, wie zielgerichtete Vernetzung heute funktioniert.

Der digitale Dreh- und Angelpunkt der Kommunikation ist die zentrale Webseite der Organisation, die als primäre Informationsquelle dient. Der lebendige Austausch findet jedoch auf weiteren digitalen Kanälen statt: In der etablierten Facebook-Gruppe "Vofue" diskutieren die Betriebsrentner ihre Situation und teilen als digitale Austauschplattform Erfahrungen. Für den besonders schnellen, direkten und kurzfristigen Informationsfluss greift die Gemeinschaft zudem auf Messenger-Dienste wie WhatsApp- und Signal-Gruppen zurück.

Doch trotz all dieser hervorragenden digitalen Möglichkeiten darf der persönliche und menschliche Kontakt nicht fehlen. Daher organisiert die Initiative regelmäßige persönliche Pensionärs-Treffen, bei denen sich die Ehemaligen von Angesicht zu Angesicht austauschen können. Der feste Treffpunkt für diese wichtige analoge Vernetzung ist das Hofbräu Wirtshaus am Speersort in Hamburg. Aus dieser klugen Kombination von modernen Online-Kanälen und analogen Treffen erwächst eine enorme Schlagkraft.

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KeineSorge.org: Gemeinsam stark für Volksfürsorge-Betriebsrenten. Hilfe gegen unrechtmäßige Rentenkürzungen der Generali
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Strukturierte Hilfe zur Selbsthilfe

Um Ihre heutigen Ansprüche zu verstehen, müssen Sie wissen, welches Versorgungswerk für Sie gilt – denn BVW 1961 und VO85 folgen völlig unterschiedlichen Regeln.

Die Generali hat Ihre Rente möglicherweise rechtswidrig gekürzt – und das Bundesarbeitsgericht hat ihr Recht gegeben. Hier erfahren Sie, was das konkret für Sie bedeutet.

⚠️ Achtung: Nachzahlungsansprüche verjähren nach 3 Jahren. Hier finden Sie alle Schritte, mit denen Sie Ihr Recht noch rechtzeitig einfordern können.


Von Ihrer Bruttorente bleibt oft weniger übrig als erwartet. Hier erfahren Sie, welche Abzüge legal sind – und wo Sie sich wehren können.

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