2,7 Mio. Euro Renten 2015/2016 eingespart

Aus der Berufungsbegründung vom 20.02.2017, Ziffer I 2 bb (Konkrete Auswirkungen des Marktumfeldes).

„Im Konzern gibt es dazu verschiedenste weitere Sparprogramme auf Kostenreduzierung (Raumverknappung, Betriebsübergänge, Spesenreduzierungsprogramme, Reduzierung Altersversorgung auf Führungsebene).

Zum Vergleich:
Die Reduzierung der Rentenerhöhung führt allein im Zeitraum vom 01. Juli 2015 bis 31. Dezember 2016 zu Einsparungen von 2,7 Millionen Euro sowie einer Reduzierung der Rückstellungen um 43,6 Millionen Euro. Langfristig gesehen sind die Sparauswirkungen selbstredend deutlich höher als 2,7 Millionen, da aufgrund des niedrigeren Steigerungswertes in den kommenden Jahren ein deutlich höherer Einspareffekt erzielt wird.

Von den 2,7 Millionen Euro entfallen dabei auf die beklagte Generali Lebensversicherung AG
auf den Zeitraum vom 01. Juli 2015 bis zum 30. Juni 2016 Einsparungen in Höhe von gerundet 61.628 Euro monatlich, mithin 739.536 Euro und auf den Zeitraum vom O1. Juli 2016 bis zum 31. Dezember 2016 Einsparungen in Höhe von gerundet 203.266 Euro monatlich, mithin 1.219.596 Euro.

Aufgrund dieser Maßnahmen gelang es noch, für die Unternehmen der Generali-Gruppe Gewinn zu erwirtschaften. Wenn die klagende Partei auf den angeblichen großen Gewinn abstellt, so verkennt sie, dass es Ziel und Notwendigkeit eines jeden Wirtschaftsunternehmens ist, Gewinn zu erwirtschaften. Dabei ist zu beachten, dass Bilanzen und Jahresabschlüsse nicht auf isolierten Zeiträumen beruhen, sondern oftmals von verschiedenen langjährigen Auswirkungen (wie etwa Abschreibungen etc.) und einmaligen Sondereffekten (wie etwa Verkäufen, Heben stiller Reserven etc.) beeinflusst werden. Diese Zahlen sind für sich genommen also nur begrenzt aussagekräftig. Bei einem Personalabbau von ca. 8,5 % der kompletten Belegschaft in Deutschland allein im Jahr 2016 wird deutlich, wie sehr auf den Marktdruck reagiert werden muss.“