DVAG: Über 2.500 Generali-Vertreter wechseln zur DVAG

Der Exklusivvertrieb der Generali soll in die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) integriert werden: möglichst vollständig. Auch wenn das nicht komplett gelingt, ist die Mehrheit offenbar zu diesem Schritt bereit. Über 2.500 frühere Vertreter der Generali hätten sich bereits dem Frankfurter Unternehmen angeschlossen, so berichtet Andreas Pohl, Vorstand der DVAG, in einem heutigen Statement.
Ver.di schaltet sich in Run-off-Debatte ein

Ärger droht der Generali hingegen von anderer Seite. Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di hat sich am Mittwoch an die Presse gewendet und einen möglichen Verkauf der Generali Leben an einen externen Investor verurteilt. Der Verkauf dieser Bestände bedeute schon angesichts der Größe einen „Dammbruch für die gesamte Branche“, schreibt Ver.di. Es drohe ein "erheblicher und grundlegender Vertrauensverlust" beim Kunden.

Aktuell prüft die Generali den Verkauf von vier Millionen Leben-Verträgen an externe Abwicklungsgesellschaften. Hierbei handelt es sich zum Teil um hochverzinsliche Altverträge, die dem Kunden besonders hohe Garantien zusagen und die Bilanz des Versicherers belasten - unter anderem, weil sie mit viel Eigenkapital gesichert werden müssen. Nach Informationen des "Handelsblatt" gibt es bereits mehrere Kaufinteressenten. Deutschlandchef Giovanni Liverani wolle noch vor dem Sommer über einen möglichen Verkauf entscheiden.

"Das Vertrauen von Millionen von Bürgerinnen und Bürgern in die private Altersvorsorge wird durch derartige Managemententscheidungen entscheidend geschwächt", kritisiert nun der Ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. "Wir fordern die Politik auf, nicht zuzulassen, dass ein zentraler Bestandteil der betrieblichen und privaten Altersversorgung ins Risiko gestellt wird".

Quelle:
https://www.versicherungsbote.de/id/4865118/DVAG-Generali-Vertreter-wechsel/?platform=hootsuite