Unruhige Zeiten für die Beschäftigten in Versicherungen

HAMBURG: Aufsehenerregende Negativschlagzeilen betrafen im nahezu abgelaufenen Jahr die Hamburger Versicherungswirtschaft: Die großen Anbieter Ergo und Generali, für die mehrere Tausend Menschen in der Hansestadt arbeiten, stellen ihr Geschäft mit klassischen Lebensversicherungen ein. Ergo plante sogar den Verkauf der Bestände, entschied sich dann aber doch dafür, die bestehenden Verträge selber abzuwickeln.

Bei beiden Anbietern zusammen geht es um immerhin rund zehn Millionen Policen. Die Beschlüsse haben besondere Bedeutung für die Hansestadt, weil gerade die Lebensversicherung in Hamburg traditionell ein Schwerpunkt des Geschäfts der beiden Gruppen ist. Die in der Ergo aufgegangene Hamburg- Mannheimer war in dieser Versicherungssparte stark, ebenso die Volksfürsorge, die vom Generali-Konzern übernommen wurde.

Während der Marktführer Allianz in Hamburg Personal abbaute, stockten die Signal-Iduna und die HanseMerkur die Belegschaft auf.
Im Bankensektor hielten die Deutsche Bank und die Commerzbank ihre Beschäftigtenzahl konstant, wobei die Commerzbank bereits eine deutschland-weite Reduktion angekündigt hat. Einzelheiten dürften in den nächsten Wochen bekannt werden. Bei der zum Verkauf stehenden HSH Nordbank schmolz die Mitarbeiterzahl weiter ab. Wie schon in den Vorjahren stellten die Privatbankhäuser Berenberg und M.M. Warburg zusätzliche Mitarbeiter ein. (v.m.)

Quelle: Hamburger Abendblatt, 29.12.2017