Das ist ein Tabubruch, den es in der deutschen Wirtschaft so noch nicht gegeben hat. Das ausgerechnet ein Versicherungsriese wie die Generali so vorgeht, ist außergewöhnlich.

Handelsblatt, 14.02.1017 (Generali. Versprochen – gebrochen. Mitarbeiter klagen gegen Generali Deutschland)

»Das ist ein Tabubruch, den es in der deutschen Wirtschaft so noch nicht gegeben hat.«, schreibt das Handelsblatt

  • Worum geht es? Der Versicherungskonzern Generali weigert sich, Ihre betriebliche Altersversorgung vertragsgemäß anzupassen. Über 8 Mio. Euro werden den über 5.000 Pensionären der ehemaligen Volksfürsorge seit 2015 jährlich vorenthalten. (Landesarbeitsgericht Hamburg, Urteil vom 29.06.2017, Az. 7 Sa 29/17)

  • Was sagt der Vorstand? »Die verantwortlichen Vorstände [..] sind davon überzeugt, dass auch ehemalige Mitarbeiter [..] einen Beitrag zur nachhaltigen Stärkung und Zukunftssicherung unserer Unternehmen leisten sollten.« (Generali, Brief vom 15.06.2015)

  • Was sagen die Mitarbeiter? »Die Generali Deutschland AG behandelt uns wie eine Altlast, die man möglichst billig entsorgt.«, so Dieter Degen, 39 Jahre bei der Volksfürsorge beschäftigt. (Votsmeier, Volker, Generali. Versprochen – gebrochen, Handelsblatt vom 14.02.2017)

  • Was sagt der Betriebsrat? »Weiterhin stellt der Konzernbetriebsrat fest, dass es weder in der jeweiligen Gesellschaft noch im Konzern insgesamt eine Notwendigkeit gibt, von den vertraglich geschuldeten Anpassungen abzurücken.« (Konzernbetriebsrat, E-Mail vom 31.07.2015)

  • Was sagt die Bundesregierung? »Es kommt in der Praxis vereinzelt vor, dass auch große Unternehmen die [..] Betriebsrenten nicht anpassen. In diesen Fällen bleibt den Betroffenen leider nur der Klageweg.« (Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Brief vom 15.06.2015)

  • Was schreibt die Presse? »Das ist ein Tabubruch, den es in der deutschen Wirtschaft so noch nicht gegeben hat. Das ausgerechnet ein Versicherungsriese wie die Generali so vorgeht, ist außergewöhnlich.« (Votsmeier, Volker, Generali. Versprochen – gebrochen, Handelsblatt vom 14.02.2017)

  • Was sagen die Richter? Die meisten Richter der Arbeits- und Landesarbeitsgerichte sagen: »Ihre Klage hat Erfolg. Die Beschlüsse der Generali sind unwirksam. Der Bestand des Konzerns ist nicht gefährdet.« (Arbeitsgericht Düsseldorf, Urteil vom 10.11.2016, Az. 5 Ca 3719/16)

  • Was sagt die Generali? »Sofern die Unternehmen der Generali Deutschland in den Gerichtsverfahren unterliegen, müssen die zu wenig gezahlten Rente nachgezahlt werden. … dies würde die aktive Belegschaft zusätzlich treffen.« (vangard Arbeitsrecht, 28.07.2016, Arbeitsgericht Hamburg)

  • Was sagt das Bundesarbeitsgericht? Angenommen, Generali kommt vor dem Bundesarbeitsgericht nicht durch. Dann muss Ihnen die Generali die zuwenig gezahlte Rente nachzahlen – für 2015, 2016, 2017 und 2018. Plus Verzugszinsen von fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz.

  • Was sagen unsere Anwälte? »Ihr Anspruch auf vertragsgemäße Rentenanpassung zum 1. Juli 2015 verjährt am 31. Dezember 2018. Es sei denn, Sie haben bis dann eine Rentenklage eingereicht.« (Rechtsanwalt Welscher, E-Mail vom 28.08.2018)

Generali Deutschland AG

AachenMünchener Lebensversicherung AG ∎ AachenMünchener Versicherung AG ∎ ADVOCARD Rechtsschutzversicherung AG ∎ Allfinanz Aktiengesellschaft DVAG ∎ ATLAS Dienstleistungen für Vermögensberatung GmbH ∎ CENTRAL Krankenversicherung AG ∎ COSMOS Lebensversicherung AG ∎ COSMOS Versicherung AG ∎ Deutsche Baukasse Badenia AG ∎ Dialog Lebensversicherung AG ∎ ENVIVAS Krankenversicherung AG ∎ Generali Deutschland Informatik GmbH ∎ Generali Deutschland Pensionskasse AG ∎ Generali Deutschland Schadenmanagement GmbH ∎ Generali Deutschland Services GmbH ∎ Generali Lebensversicherung AG ∎ Generali Pensionsfonds AG ∎ Generali Versicherung AG ∎

Wieviel Geld fehlt Ihnen?

Angenommen, Sie erhielten 2014 eine betriebliche Rente von 1.203 Euro [VO 85]. Dann fehlen Ihnen heute 68,70 Euro im Monat. 2.224,92 Euro muss Ihnen die Generali nachzahlen.

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